Eine Raupe will fliegen

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Ortsgruppe Gailingen

Eine Raupe will fliegen

Die Gailinger Ortsgruppe des BUND setzt sich für den Erhalt einer ökologisch vielfältigen, erholsamen Natur ein. Sie führt regelmässige Exkursionen durch und engagiert sich tatkräftig in der Landschaftspflege. Machen Sie auch mit! Damit die Raupe auch künftig zum Fliegen kommt!

Der 2. Gailinger Warentauschtag war toll – sogar das Radio war dabei!

Die Idee, dass man alte schöne Dinge, die man nicht mehr braucht, anderen Menschen überlässt, begeistert die Menschen. Sie strömten am Samstag in Scharen zum Warentauschtag des BUND Gailingen: Die Leute, die sich von ihren alten Sachen trennten und die Leute, die sie nachmittags gratis übernahmen. Am Ende gab es nur wenig wegzuwerfen, so reichhaltig die Auslagen auch waren. Hier gibt es Fotos dazu und zum Nachhören eine Sendung von Radio Munot! 

Auch Gailingen muss pestizidfrei werden!

Pestizidfreie Kommune

"Natürlich.gesund.leben" ist nicht nur der Slogan des Gesundheitsdorfes Gailingen, sondern natürlich und gesund leben wollen auch alle Einwohnerinnen und Einwohner in Gailingen. So hat die BUND Ortsgruppe Gailingen die bundesweite Initiative "pestizidfreie Kommune" aufgegriffen und in einem konstruktiven Antrag den Gemeinderat gebeten, sich der Thematik anzunehmen.

Auslöser des Antrags waren wissenschaftliche Publikationen, wonach die Biomasse von Insekten in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken ist – Untersuchungsergebnisse belegen einen Rückgang von bis zu 70%. Noch erschreckender sind die Prognosen für die Zukunft. So wird befürchtet, dass schon in wenigen Jahren, konkret 2025 – 2030, eine Vielzahl unserer Insekten unwiederbringlich ausgestorben sein wird.

Aber was sind die Folgen?

Reicht es, sich zu freuen, dass die Windschutzscheibe nicht ständig mit Insekten verklebt ist und dass uns weniger Schnaken, Wespen oder Fliegen nerven? Nein, denn:

  • Insekten sind Nahrung für viele andere Tiere, ein massiver Artenrückgang wird auch hier zu befürchten sein;
  • Insekten sind Bestäuber verschiedenster Pflanzen. Fehlen die Insekten, können sich die Pflanzen nicht mehr vermehren, fehlen die Pflanzen, können sich die Insekten wiederum nicht ernähren. Ein Teufelskreis, der dringend unterbrochen werden sollte, denn ausgestorbene Tiere und Pflanzen sind nicht ersetzbar, sie fehlen nachhaltig;
  • Insekten und die ebenso bedrohten Regenwürmer sind für ein gesundes Bodenlebewesen extrem wichtig. Ist der Boden unbelebt, kann er nur mit deutlich erhöhtem Aufwand bearbeitet werden und benötigt zudem eine nicht unerhebliche Menge an Düngemitteln und Pestiziden zur Bewirtschaftung. Auch ist mit einer zunehmenden Erosion zu rechnen. Mittelfristig wird der Pestizideinsatz also unwirtschaftlich;
  • Dem komplexen und sensiblen Ökosystem droht der Zusammenbruch. Mit unabsehbaren Folgen auch für uns Menschen.

Um dem sinnvoll gegenzusteuern, muss man die Ursachen kennen. Diese wären, um die wichtigsten zu nennen

  • Monokultur, teils über mehrere Jahre die gleiche Kultur auf einem Feld (Energiemais)
  • Zerstörung der Biotopvernetzung durch immer größere zusammen bewirtschaftete Felder
  • Lichtverschmutzung (immer mehr, stärkere und längere Beleuchtung)
  • Klimawandel
  • Der großflächige Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft

Pestizide stehen als Überbegriff für Herbizide (Pflanzengifte), Insektizide (Insektengifte) und Fungizide (Gifte gegen Pilzkrankheiten). Als Synonym wird auch von Pflanzenschutzmitteln gesprochen. Der "Pflanzenschutz" findet jedoch immer nur aus dem Blick der gewünschten Nutzpflanze statt.

Der Pestizidausbringer muss einen Sachkundenachweis haben und darf nur zugelassene Pestizide ausbringen. Das einzelne Pestizid mag bei sachgerechter Anwendung harmlos sein, sonst wird es nicht zugelassen. Die Wirkungen des Giftcocktails vieler verschiedener Pestizide und anderer Umweltgifte, selbst bei kaum nachweisbaren Konzentrationen, ist hingegen unerforscht und spielt im Zulassungsverfahren leider keine Rolle. Über Langzeitwirkungen ist zu wenig bekannt. Eine Zunahme von Krebsleiden, Allergien oder Autoimmunkrankheiten ist aber statistisch erwiesen.

Der Antrag des BUND zielte darauf ab, den Pestizideinsatz zunächst auf die Flächen, auf welche die Gemeinde Einfluss hat, zu begrenzen. Ein Umdenken in der Bewirtschaftung sollte so zu einer pestizidfreien Kommune führen. Dabei geht es um nicht weniger, als unsere einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten.

Leider hat der Gemeinderat die Tragweite des Insektensterbens nicht ausreichend gewürdigt und es mehrheitlich abgelehnt, einen Pestizidverzicht in Pachtverträge aufzunehmen.

Als Kompromiss soll nun an einem runden Tisch ausgelotet werden, wo auf Pestizide freiwillig verzichtet werden kann. Der BUND wird dies mit wachem Auge begleiten.

Teile des Antrags wurden aber auch begrüßt und beschlossen. So bleibt die Dienstanweisung aus den 90ern, wonach dem Bauhof die Verwendung von Pestiziden verboten ist, bestehen.

Des Weiteren will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem BUND und dem AK Streuobst Veranstaltungen fördern, die der Aufklärung der Bevölkerung zum Themenkomplex dienen. Geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Biotopverbundes sollen angeregt und umgesetzt werden. Am runden Tisch soll dies mit den Landwirten abgestimmt werden.

Die BUND Ortsgruppe hofft, dass dies nur erste Schritte in Richtung eines natürlich gesunden Lebens in Gailingen, also einer pestizidfreien Kommune sind. Denn Pestizide sind unnatürlich, ungesund und töten.

Unsere nächsten Termine

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Öffnungszeiten Bücherei: Di. und Do. 15:00 bis 17:00 Uhr sowie jeden ersten Sa. im Monat 10:30 bis 11:30 Uhr.
Mehr Infos zur Aktion finden Sie auf mobile-box.eu

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