Eine Raupe will fliegen

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Ortsgruppe Gailingen

Eine Raupe will fliegen

Die Gailinger Ortsgruppe des BUND setzt sich für den Erhalt einer ökologisch vielfältigen, erholsamen Natur ein. Sie führt regelmässige Exkursionen durch und engagiert sich tatkräftig in der Landschaftspflege. Machen Sie auch mit! Damit die Raupe auch künftig zum Fliegen kommt!

Upcycling-Wettbewerb: Mach wieder was Schmuckes draus!

Die Gailinger BUND-Gruppe schreibt einen prämierten Upcycling-Wettbewerb aus.

Aus alten Kalenderblättern werden neue Briefumschläge, aus bisherigen Schubladen neue Regale, aus einer abgetragenen Jeans ein Necessaire. Schon früher war es üblich, Dinge nicht einfach fortzuwerfen, sondern überlegte, wozu man sie noch brauchen könnte. Vermeiden von Abfall, Wiederverwertung – das passt zu den bisherigen Aktionen des BUND Gailingen, dem Warentauschtag im Oktober oder der Dorfputzete im April.

Welche Ideen haben Sie? Wie schaffen Sie es, Dinge nicht einfach wegzuschmeißen, sondern umzugestalten und wieder zu nutzen? Wir prämieren die besten fünf Upcycling-Projekte.

1. Preis  150€
2. Preis  125€
3. Preis  100€
4. Preis  75€
5. Preis  50€

Bringen Sie Ihr Projekt oder Ihre beiden Projekte am Freitag, 6. September, zwischen 17.00 und 20.00 Uhr ins Gailinger Rathaus. Sie werden dort von einer Jury begutachtet und bewertet. Die Prämierung findet dann im Rahmen des Gailinger Dorffestes am Samstag, 7. September um 17.30 Uhr statt. Alle eingereichten Projekte werden während des Dorffestes ausgestellt und können von den Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden.

Die weiteren Teilnahmebedingungen zum Download.

Der BUND-Gailingen hat eine neue Kindergruppe!

Der BUND-Gailingen hat schon eine gut besuchte Gruppe für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren, die Kindergruppe 1. Jetzt gibt es auch eine Gruppe für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren. Die Gründung ist eine Initiative von Roxane Diesing (im Bild links) und Jannica Grundt. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage, das Programm findet man auf der Seite Kindergruppe 2

Roxane und Jannica wohnen in Gailingen und sind Anfang zwanzig. Sie besitzen eine Ausbildung als Jugendleiterin respektive Erfahrungen im Bereich Jugendarbeit (Leitung des Kinderturnens in Gailingen). Sie freuen sich riesig auf den zweiten Nachmittag am Freitag, 10. Mai. Für Fragen ist Roxane Diesing via Mail erreichbar.

Auch Gailingen muss pestizidfrei werden!

«Natürlich.gesund.leben» ist nicht nur der Slogan des Gesundheitsdorfes Gailingen, sondern natürlich und gesund leben wollen auch alle Einwohnerinnen und Einwohner in Gailingen. So hat die BUND Ortsgruppe Gailingen die bundesweite Initiative "pestizidfreie Kommune" aufgegriffen und in einem konstruktiven Antrag den Gemeinderat gebeten, sich der Thematik anzunehmen.

Auslöser des Antrags waren wissenschaftliche Publikationen, wonach die Biomasse von Insekten in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken ist – Untersuchungsergebnisse belegen einen Rückgang von bis zu 70%. Noch erschreckender sind die Prognosen für die Zukunft. So wird befürchtet, dass schon in wenigen Jahren, konkret 2025 – 2030, eine Vielzahl unserer Insekten unwiederbringlich ausgestorben sein wird.

Aber was sind die Folgen?

Reicht es, sich zu freuen, dass die Windschutzscheibe nicht ständig mit Insekten verklebt ist und dass uns weniger Schnaken, Wespen oder Fliegen nerven? Nein, denn:

  • Insekten sind Nahrung für viele andere Tiere, ein massiver Artenrückgang wird auch hier zu befürchten sein;
  • Insekten sind Bestäuber verschiedenster Pflanzen. Fehlen die Insekten, können sich die Pflanzen nicht mehr vermehren, fehlen die Pflanzen, können sich die Insekten wiederum nicht ernähren. Ein Teufelskreis, der dringend unterbrochen werden sollte, denn ausgestorbene Tiere und Pflanzen sind nicht ersetzbar, sie fehlen nachhaltig;
  • Insekten und die ebenso bedrohten Regenwürmer sind für ein gesundes Bodenlebewesen extrem wichtig. Ist der Boden unbelebt, kann er nur mit deutlich erhöhtem Aufwand bearbeitet werden und benötigt zudem eine nicht unerhebliche Menge an Düngemitteln und Pestiziden zur Bewirtschaftung. Auch ist mit einer zunehmenden Erosion zu rechnen. Mittelfristig wird der Pestizideinsatz also unwirtschaftlich;
  • Dem komplexen und sensiblen Ökosystem droht der Zusammenbruch. Mit unabsehbaren Folgen auch für uns Menschen.

Um dem sinnvoll gegenzusteuern, muss man die Ursachen kennen. Diese wären, um die wichtigsten zu nennen

  • Monokultur, teils über mehrere Jahre die gleiche Kultur auf einem Feld (Energiemais)
  • Zerstörung der Biotopvernetzung durch immer größere zusammen bewirtschaftete Felder
  • Lichtverschmutzung (immer mehr, stärkere und längere Beleuchtung)
  • Klimawandel
  • Der großflächige Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft

Pestizide stehen als Überbegriff für Herbizide (Pflanzengifte), Insektizide (Insektengifte) und Fungizide (Gifte gegen Pilzkrankheiten). Als Synonym wird auch von Pflanzenschutzmitteln gesprochen. Der "Pflanzenschutz" findet jedoch immer nur aus dem Blick der gewünschten Nutzpflanze statt.

Der Pestizidausbringer muss einen Sachkundenachweis haben und darf nur zugelassene Pestizide ausbringen. Das einzelne Pestizid mag bei sachgerechter Anwendung harmlos sein, sonst wird es nicht zugelassen. Die Wirkungen des Giftcocktails vieler verschiedener Pestizide und anderer Umweltgifte, selbst bei kaum nachweisbaren Konzentrationen, ist hingegen unerforscht und spielt im Zulassungsverfahren leider keine Rolle. Über Langzeitwirkungen ist zu wenig bekannt. Eine Zunahme von Krebsleiden, Allergien oder Autoimmunkrankheiten ist aber statistisch erwiesen.

Der Antrag des BUND zielte darauf ab, den Pestizideinsatz zunächst auf die Flächen, auf welche die Gemeinde Einfluss hat, zu begrenzen. Ein Umdenken in der Bewirtschaftung sollte so zu einer pestizidfreien Kommune führen. Dabei geht es um nicht weniger, als unsere einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten.

Leider hat der Gemeinderat die Tragweite des Insektensterbens nicht ausreichend gewürdigt und es mehrheitlich abgelehnt, einen Pestizidverzicht in Pachtverträge aufzunehmen.

Als Kompromiss soll nun an einem runden Tisch ausgelotet werden, wo auf Pestizide freiwillig verzichtet werden kann. Der BUND wird dies mit wachem Auge begleiten.

Teile des Antrags wurden aber auch begrüßt und beschlossen. So bleibt die Dienstanweisung aus den 90ern, wonach dem Bauhof die Verwendung von Pestiziden verboten ist, bestehen.

Des Weiteren will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem BUND und dem AK Streuobst Veranstaltungen fördern, die der Aufklärung der Bevölkerung zum Themenkomplex dienen. Geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Biotopverbundes sollen angeregt und umgesetzt werden. Am runden Tisch soll dies mit den Landwirten abgestimmt werden.

Die BUND Ortsgruppe hofft, dass dies nur erste Schritte in Richtung eines natürlich gesunden Lebens in Gailingen, also einer pestizidfreien Kommune sind. Denn Pestizide sind unnatürlich, ungesund und töten.

Neue Kindergruppe sucht zusätzliche Leitungsperson

Die BUND-Ortsgruppe Gailingen hat eine Gruppe für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren gegründet. Sie trifft sich einmal im Monat für Aktivitäten in der Natur oder gemeinsames Handwerkeln. Die beiden Leiterinnen der Gruppe (beide Anfang 20) suchen eine Person (Mindestalter 16), die an Jugendarbeit, Outdoor- und handwerklichen Aktivitäten genauso viel Spaß hat wie sie selber. Sie sollte an den letzten Freitagnachmittagen im Monat zwischen 15.30 und 18.00 Zeit für die Treffen haben; dazu kommen ein bis zwei Stunden im Monat zur Absprache. Wende dich bei Interesse oder Fragen an Roxane Diesing, 0151 7050 7477. 

Unser kostenloser Newsletter

Die Ortsgruppe Gailingen publiziert in unregelmäßigen Abständen einen  Newsletter, den Sie hier bestellen können. Er enthält hauptsächlich Hinweise auf unsere Veranstaltungen. Das Abonnement ist kostenlos; Sie müssen dafür auch nicht im BUND Mitglied sein. Sie können den Newsletter jederzeit selber wieder abbestellen. Indem Sie zur Absendung des Formulars von mailchimp klicken, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebene Mailadresse durch mailchimp mit deren Datenschutzrichtlinien und Bedingungen verarbeitet werden.

BUND-Bestellkorb