Eine Raupe will fliegen

Ortsgruppe Gailingen

Eine Raupe will fliegen

Die Gailinger Ortsgruppe des BUND setzt sich für den Erhalt einer ökologisch vielfältigen, erholsamen Natur ein. Sie führt regelmässige Exkursionen durch und engagiert sich tatkräftig in der Landschaftspflege. Machen Sie auch mit! Damit die Raupe auch künftig zum Fliegen kommt!

Der 6. Gailinger Warentauschtag steht vor der Tür

Auch dieses Jahr führt der BUND Gailingen den Warentauschtag durch. Er findet am Samstag, 22. Oktober statt, ohne jegliche Corona-Einschränkungen. Am Morgen kann man alte, aber noch gebrauchsfähige Dinge im Bauhof der Gemeinde vorbeibringen, am Nachmittag können die gesammelten Dinge dann gratis abgeholt werden. Ein Tausch im eigentlichen Sinne findet also nicht statt, einfach ein Besitzerwechsel. Dinge, die zuletzt übrig bleiben, können von den Besitzerinnen oder Besitzern wieder zurückgenommen werden, werden an die unten stehenden Insititutionen weitergegeben oder werden fachgerecht entsorgt.

Neben dem BUND Gailingen organisiert die Gemeinde Gailingen mit. Mit dem Verschenken Ihrer brauchbaren Waren leisten Sie einen Beitrag zur Müllvermeidung und beschnenken jemanden, der es nötig hat.

Die Dinge müssen sauber und funktionsfähig sein. Nicht zugelassen sind folgende Waren: Große Möbel, Bücher und Zeitschriften, Kleider, Videokassetten, Schwarzkopien DVD, Drucker und grosse Elektrogeräte. Wir behalten sich vor, Waren nicht entgegen zu nehmen. Auch Brillen oder Handys kann man bei uns vorbeibringen. Nicht zum Tausch allerdings: Wir führen sie jeweils einem fachgerechten Recycling zu.

Warenannahme
10.00 bis 12.00. In dieser Zeit können keine Waren mitgenommen werden
Warenabholung
13.00 bis 16.30. In dieser Zeit können noch einzelne Waren gebracht werden  

Weitere Informationen und Bilder finden Sie auf unserer Seite Warentauschtag.

Der Büsinger Gemeinderat lehnt Biotopverbundplanung ab!

Mal das eine, mal das andere Fähnchen: Der Büsinger Gemeinderat lehnt die Erstellung einer Biotopverbundplanung ab. Weil man schon im «Vernetzungsprojekt Schaffhausen-Ost» mitmache, so die Begründung. Foto: Daniel Fleischmann

In Büsingen machen die Biotope gerade einmal 0,8 Prozent der Offenlandfläche aus. Die Gemeinde ist damit Schlusslicht im Landkreis Konstanz.

Der Büsinger Gemeinderat hat in der Sitzung vom 19. Mai 22 die Erstellung einer Biotopverbundplanung abgelehnt. Dabei ist dies eine Pflichtaufgabe aller Gemeinden in Baden-Württemberg. Dies ist in § 22 des Landesnaturschutzgesetzes vom Juli 2020 so geregelt. Dort ist festgelegt, dass bis 2030 15 Prozent der Fläche für einen Biotopverbund zur Verfügung stehen sollen.

Begründet wurde die Ablehnung damit, dass die Büsinger Landwirte am Schweizer «Vernetzungsprojekt Schaffhausen-Ost» teilnehmen würden. Und in diesem Rahmen seien bereits 13% «Biodiversitätsflächen» ausgewiesen. Allerdings werden hier Äpfel mit Birnen verglichen, denn diese «Biodiversitätsflächen» haben nicht die Qualität von Biotopen. Der BUND geht davon aus, dass das Regierungspräsidium Freiburg deswegen die «Vernetzung Schaffhausen-Ost» auch nicht als Äquivalent zur Biotopverbundplanung anerkennen wird.

Wo steht Büsingen wirklich im Naturschutz? Auf der Internetseite der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (Daten- und Kartendienst) ist für jedermann einsehbar, wo in jeder Gemeinde geschützte Biotope vorhanden sind. In Büsingen machen die Biotope gerade einmal 0,8 Prozent der Offenlandfläche (ohne Wald und Siedlungen) aus. In der Nachbargemeinde Gottmadingen sind dies 5,6 Prozent, in Gailingen 13,7 Prozent. Man beachte den Zielwert von 15 Prozent bis 2030. Büsingen ist damit Schlusslicht im Landkreis Konstanz. Am Rande sei angemerkt, dass es für die Planung 90 Prozent Zuschuss vom Land gegeben hätte.

Wir fragen uns, wie man sich im Büsinger Gemeinderat die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen zum Naturschutz vorstellt.

Elvira Eichelser, Büsingen

Verkehrsinsel mit insektenfreundlicher Bepflanzung

Auch kleine Schritte sind wichtig: Der BUND Gailingen besetzte eine Verkehrsinsel im Sagenbuck mit insektenfreundlichen Stauden. Bild: Uwe Messer

Regelmäßig mähte der Bauhof die obere Verkehrsinsel im Sagenbuck, daher kamen auch kaum Kräuter im Rasen zum Blühen. Damit es mehr Vielfalt und Nahrung für Insekten gibt, gestaltete der BUND Gailingen die Verkehrsinsel neu. Anfang April wurden insektenfreundliche Stauden, die das ganze Jahr über blühen, wenig Pflege benötigen und viel Trockenheit vertragen, gepflanzt. Zusätzlich wurden natürliche Gestaltungselemente wie Totholz und Steine integriert um mehr Struktur zu schaffen. Ziel ist es, dass die Verkehrsinsel attraktiv ist für die Bürgerinnen und Bürger, weniger Pflege für den Bauhof verursacht und zusätzlich ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Insekten bietet und somit die Biodiversität in Gailingen gesteigert wird. Damit diese Ziele erreicht werden, wurde die Grasnabe sowie der nährstoffreiche Oberboden entfernt und mit nährstoffarmen Wandkies aufgefüllt. Dünger oder Pflanzenschutzmittel sind nicht notwendig und ein Wässern nur in der Anwuchsphase. Dadurch kommen weniger ungewünschte «Unkräuter» und die Pflanzung bleibt pflegeleicht. Mehr zur Pflanzenauswahl finden Sie in diesem Dokument.

So lernen die Kinder, wie die Bienen leben

Bild: Uwe Messer

Der BUND Gailingen hat einen Bienenkoffer gekauft.

Die Welt der Bienen – für Kinder und Erwachsene ist sie gleichermassen faszinierend. Der BUND Gailingen stellt für schulische Zwecke einen Bienenkoffer zum Ausleihen zur Verfügung. Er bringt den Kindern die Welt der Bienen (Honigbiene, Wildbienen) näher. Zielgruppe sind Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (3. bis 6. Klasse). Der Koffer kann bei der BUND-Ortsgruppe Gailingen durch Schulen und BUND-Kindergruppen kostenlos (Depotgebühr 50€) ausgeliehen werden.

Was ist alles im Bienenkoffer?

Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahre können spielerisch erkunden, welche kommunikativen und sozialen Fähigkeiten ein Bienen-Staat aufbringt, damit das «Miteinander» funktioniert. Es gibt jede Menge Exkursions- und Bastelanleitungen und Arbeitsblätter zum Thema Biene. Für Pädagoginnen und Pädagogen gibt es ein ausführliches Handbuch zu Hintergrundinformationen zu Wild- und Honigbienen, Anleitungen und Ideen zu den Materialien, Lernziele, Kernbotschaften und Anregungen für Spiele und Exkursionen (ohne Material).

Unter anderem enthält der Koffer unter anderem:

  • Schaukasten «Bienen und Bienenprodukte»
  • Facettenaugen, um aus der Sicht der Bienen zu schauen
  • Schau-Brutröhre «Entwicklungsstadien einer Wildbiene»
  • Imker-Hut
  • Buch zum Thema «Biene»
  • Deko-Blumen gefüllt/ungefüllt
  • Becherlupen mit Deckel
  • Schaukugel mit Bienenwabe
  • Strohhalme zum «Nektarschlürfen»
  • Rollenspielkarten «Bienenberufe»
  • Memo «Wildbienen»
  • Gruppenpuzzle «Honig- und Wildbienen in Gefahr»
  • ein Quiz zu Honigbienen
  • 1 CD-Rom mit Arbeitsblättern und Lösungen
  • Filme auf DVD
  • Handbuch: Umweltbildung leicht gemacht (Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen)

Weitere Infos zum Inhalt des Bienenkoffers: www.bienenkoffer.de

Artikelreihe: Artenschwund und Populationsrückgang aufhalten

Mit einer Artikelreihe gibt der BUND Gailingen Tipps für einen naturnahen Garten. Die Texte von Michael Bauer erscheinen als Reihe in den nächsten Ausgaben des Gemeindeblattes. Hier auf unserer Website können Sie gleich alle Beiträge als pdf auf Ihren Computer runterladen.

 

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Bringen Sie Ihr altes Handy in die Bücherei

Der BUND Gailingen sammelt ab sofort gebrauchte Mobiltelefone und lässt diese umweltgerecht recyceln. Bringen Sie Ihr altes Handy in die Bücherei Gailingen, dem Standort unserer Sammelstelle! Aktuell liegen mehr als 100 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten! Jedes einzelne Gerät enthält wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer, die heutzutage problemlos recycelt werden können.
Öffnungszeiten Bücherei: Di. und Do. 15:00 bis 17:00 Uhr sowie jeden ersten Sa. im Monat 10:30 bis 11:30 Uhr.
Mehr Infos zur Aktion finden Sie auf mobile-box.eu