Eine Raupe will fliegen

Ortsgruppe Gailingen

Eine Raupe will fliegen

Die Gailinger Ortsgruppe des BUND setzt sich für den Erhalt einer ökologisch vielfältigen, erholsamen Natur ein. Sie führt regelmässige Exkursionen durch und engagiert sich tatkräftig in der Landschaftspflege. Machen Sie auch mit! Damit die Raupe auch künftig zum Fliegen kommt!

Wieder mehr Platz für Kröten und Frösche

Bereits Anfang der 1990er-Jahre wurden von der Gailinger BUND-Gruppe in Feuchtgebieten im Osten der Gemarkung Gailingen einige Laichgewässer für Amphibien angelegt; sie wurden in den darauf folgenden Jahren vor allem von Gras-, Spring- und Teichfröschen sehr gut angenommen.

Inzwischen sind die Teiche in die Jahre gekommen, d.h. teilweise verlandet, sodass es erforderlich wurde, erneut vorsichtig einzugreifen. Anfang Dezember wurden mit einem Kleinbagger die bestehenden Teiche in den Gewannen «Auenwies» und «Züricher Wies» wieder vertieft und zum Teil verbunden, damit sie auch in trockenen Jahren als Laichmöglichkeit erhalten bleiben. Bei einem Teich im «Hellisried» wurde der aus Drainagen kommende Zulauf kaskadenartig aufgeweitet, um den Eintrag von Nährstoffen/Düngemitteln von den umliegenden Feldern in das Hauptgewässer zu reduzieren. Durch eine Verbindung zum Schleifenbach kann hier vielleicht der dort noch aufzufindende Steinkrebs angesiedelt werden.

Eine neue Teichgruppe wurde – im Einvernehmen mit dem Grundstückseigentümer – im «Züricher Riedle» auf einer sehr feuchten Wiese angelegt. Wir sind gespannt, wie sie sich entwickeln und welchen Tieren sie zur Heimat wird.

Laichgewässer und alle weiteren Biotopstrukturen müssen mindestens einmal jährlich durch Ausmähen von Schilf und zum Teil Rohrkolben und Zurückdrängen der umgebenden Gebüsche gepflegt werden – das ist enorm wichtig. Eine Einsatzgruppe des BUND-Naturschutzzentrums Westlicher Hegau mit Sitz in Gottmadingen übernimmt diese Pflege – wie im übrigen auch die der insgesamt zwölf Laichgewässer im Staffelwald und eines auf dem Rauhenberg.

Dass sich die Arbeit lohnt, zeigt das seit langem alljährlich durchgeführte Amphibien-Monitoring (Zählung): Demnach hat sich die Zahl der Gras- und Springfrösche auf Gailinger Gemarkung – gegen den Trend in vielen anderen Gemeinden – in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt.

Roman Döppler, BUND Gailingen

Rückblick auf den Warentauschtag 2020

Da spricht sich was rum: Der Warentauschtag funktioniert! Er gibt Gelegenheit, Dinge wegzugeben, ohne sie wegwerfen zu müssen – oder kostenlos in den Besitz von neuen Dingen zu kommen. Am Samstag, 24. Oktober kamen wieder ganz viele schöne Dinge zusammen, wie eine kleine Fotoreihe zeigt, für die sich nachmittags viele neue Besitzer fanden. Einen Film haben wir auch gedreht, einen Rundgang an den Tischen vorbei. Danke an dieser Stelle an die Gemeinde: Wir durften wieder zu Gast im Bauhof sein, wo Meinrad Sienel uns tatkräftig unterstützte.

Baugebiet Erlenwies: BUND meldet Bedenken an

Im Osten von Gailingen soll im Gebiet «Bei der Erlenwies» ein neues Wohnquartier mit einer Bruttobaufläche von 4.46 ha erschlossen werden. Die Ortsgruppe des BUND hat auf Einladung der Gemeinde zum Projekt Stellung genommen und eine Reihe von Anliegen formuliert.

Im Zentrum steht die Forderung, das vorliegende Projekt in eine Gesamtplanung einzubinden, mit der das Potenzial von Neu- und Umbauten insbesondere in der Ortskernzone aufzuzeigen ist.

Vorrangiges Ziel der Gemeinde muss aus unserer Sicht zudem die Schaffung von günstigem Wohnraum (Miete und Kauf) sein; vorliegende Bebauungsskizzen erfüllen diese Anforderung nicht. Dafür sollte sich die Gemeinde aktiv um Partnerschaften mit Wohnbaugenossenschaften und ähnlichen Trägern bemühen.

Schliesslich nennt die Eingabe an die Gemeinde eine Reihe von Forderungen für eine naturnahe Erschließung und ökologische Aufwertung des Gebietes. Darunter fällt etwa das Postulat, gegen Osten eine Strauchhecke mit einheimischen Pflanzen vorzusehen oder den zum Gieshaldengraben führenden eingedolten Bachlauf auszuheben.

Insgesamt ist zu bedenken, dass die Gemeinde Gailingen Mitunterzeichnerin der Deklaration «Biologische Vielfalt in Kommunen» ist; diese fordert eine «Begrenzung des Siedlungsflächenwachstums» und die «Entwicklung intelligenter städtebaulicher Konzepte, die kompakte Bauweisen, d.h. eine angemessene Siedlungsdichte und eine wohnumfeldnahe Durchgrünung, integrieren». Eine Erschließung des Gebiets «Bei der Erlenwies» steht dieser Zielsetzung entgegen.

Die vollständige Eingabe können Sie herunterladen. Weitere Planungsdokumente der Gemeinde finden Sie unter deren Website.

Die elf besten Tipps für einen naturnahen Garten

Aller Anfang ist leicht: Lassen Sie beim Rasenmähen doch einen Teil der Wiese ungemähnt. Mit etwas Glück kommen die Bienen bald zurück.

Nein, als BUND-Mitglied habe ich keinen Schottergarten. Aber einige Ideen wären trotzdem gut, wie mein Garten noch naturnaher werden könnte. Dr. Uwe Messer ist Projektleiter beim Bündnis «Kommunen für biologische Vielfalt» und Gailinger Bürger. Für den BUND Gailingen hat er die elf besten Tipps zusammengestellt, wie unsere Gärten noch naturnäher werden. Denn eines ist klar: Wir Menschen entziehen den Tieren immer mehr Lebensraum – mit einer auf Leistung getrimmten Landwirtschaft und einer wenig reflektierten Gestaltung der Siedlungsflächen. Allzu lange wird das nicht mehr gutgehen, wir müssen dringend Gegensteuer geben, auch wir persönlich. Die Artikelreihe erschien auch im Gemeindeblatt von Gailingen.

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Bringen Sie Ihr altes Handy in die Bücherei

Der BUND Gailingen sammelt ab sofort gebrauchte Mobiltelefone und lässt diese umweltgerecht recyceln. Bringen Sie Ihr altes Handy in die Bücherei Gailingen, dem Standort unserer Sammelstelle! Aktuell liegen mehr als 100 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten! Jedes einzelne Gerät enthält wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer, die heutzutage problemlos recycelt werden können.
Öffnungszeiten Bücherei: Di. und Do. 15:00 bis 17:00 Uhr sowie jeden ersten Sa. im Monat 10:30 bis 11:30 Uhr.
Mehr Infos zur Aktion finden Sie auf mobile-box.eu
 

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