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Ortsgruppe Gailingen

Die Natur braucht geschützte Lebensräume

In Deutschland ist in den vergangenen 27 Jahren die Biomasse von fliegenden Insekten insgesamt um über 75 Prozent zurückgegangen. Ihre Lebensräume sind in unseren aufgeräumten Landschaften und Gärten eng geworden. Mit dem Bau eines Lebensturmes können wir auf einer kleinen Fläche vielen Nützlingen und Kleintieren einen geschützten Lebensraum anbieten. Er dient insbesondere der gezielten Schaffung von Lebensräumen für Nützlinge wie Flor- und Schwebfliegen, Marienkäfer, Ohrwurm, Schlupfwespe und viele weitere Arten. Igel, Vögel, Spinnen, Fledermäuse und Wildbienen finden im Turm ebenfalls ein Zuhause. In der Nähe der Nistmöglichkeiten (Lebensturm) sollte ein ausreichendes Nahrungsangebot in Form von heimischen Pflanzen (Wiesenpflanzen, Zwiebelpflanzen, Stauden, Sträucher, Bäume) bestehen oder geschaffen werden.

Eidechsen

Zauneidechse. Foto: NABU, Eric Neuling

Die Trockensteinmauer lockt diese interessanten Jäger in den Lebensturm. Die Eidechse liebt sonnige, warme und bewuchsfreie Bereiche. Leider sind Eidechsen selten geworden. Dazu trägt auch der Einsatz von Pestiziden bei.

Fledermäuse

Fransenfledermaus. Foto: NABU, Eckhard Grimmberger

Fledermäuse verweilen tagsüber gerne in Spalten, Ritzen und Verschalungen. Durch Pestizide und den Rückgang der Lebensräume sind die meisten Fledermaus-Arten gefährdet. Im Rahmen des Gailinger Kinderferienprogrammes lernen jedes Jahr viele Kinder die «Fledermäuse, die leisen Jäger der Nacht» kennen und zählen sie.

Florfliegen

Foto: NABU, Helge May

Florfliegenlarven, auch Blattlauslöwen genannt, sind nützliche Räuber in unseren Gärten. Sie verzehren mit Vorliebe Blattläuse, Blutläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge. Eine Larve verspeist im Laufe ihrer Entwicklung bis zu 500 Blattläuse! Ihre Eier befestigen sie aus Sicherheitsgründen an langen Stielen. Florfliegenkasten werden am besten mit Stroh gefüllt.

Hummeln

Steinhummel. Foto: NABU, Helge May

Haben Sie gewusst, dass Hummeln zu den Bienen zählen? Sie können täglich mehrere tausend Blüten besuchen, und das selbst bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Hummeln sichern die Bestäubung von Obstbäumen, Beerensträuchern und verschiedenen Gemüsepflanzen. Sie sind soziale Insekten, deren Staaten aber nur einen Sommer lang Bestand haben.

Igel

Foto: Piotr Łaskawski on Unsplash

Für die Aufzucht der Jungen benötigt der Igel ungestörte Bereiche. Igel gehen etwa ab Oktober in den Winterschlaf, dann sollten die Igelbehausungen bereit sein. Auf dem Speiseplan stehen Raupen, Insekten, Schnecken und Würmer, je nach Angebot auch Früchte und Beeren. Der Igel hat es heute schwer, da viele Gärten bis zum Boden eingezäunt sind und seine Nahrungssuche einschränken.

Marienkäfer

Zweipunkt Marienkäfer. Foto: NABU, Helge May

Sie sind das lebendige Glückssymbol. Die meisten Marienkäferarten und deren Larven leben räuberisch und werden daher schon seit Langem bei der Schädlingsbekämpfung im Gartenbau eingesetzt. Marienkäfer verstecken sich gerne unter dem Laub – zum Beispiel auch im Gailinger Lebensturm.

Ohrwurm

Gemeiner Ohrwurm. Foto: Wikipedia, Fir0002/Flagstaffotos

Der Ohrwurm ist einer der verkannten Nützlinge. Die vorwiegend nachtaktiven Ohrwürmer bevorzugen tierische Nahrung wie Blatt- und Blutläuse, Spinnmilben sowie andere kleine Insekten. Lockere Streuschichten aus Laub oder ein Ohrwurmtopf (Tontopf gefüllt mit Holzwolle) fördern diesen Helfer.

Schlupfwespe

Schlupfwespe. Foto: NABU, Helge May

Die Schlupfwespen sind bedeutende Nützlinge. Die Liste ihrer Wirte ist lang. Dazu zählen verschiedenste Schadinsekten wie Schmetterlingsraupen z. B. Apfelwickler, Kohlmotte oder Prozessionsspinner, Fliegen-, Blattwespen- und Käferlarven sowie Blattläuse. Grasbüschel, Bodenstreu, Holzstücke oder Moos werden von weiblichen Tieren gerne als Überwinterungsmöglichkeit genutzt.

Schmetterlinge

Kleiner Fuchs. Foto: Uwe Messer

Schmetterlinge sind bedrohte Schönheiten. Von den 200 Tagfaltern bei uns stehen über die Hälfte auf der Roten Liste! Schmetterlinge überwintern als Ei, Raupe, Puppe oder als Falter in höheren Grasbüscheln, Laubgehölzen oder Falllaub. Ein Schmetterlingskasten bietet einen sicheren Schlafplatz und einen Unterschlupf bei Wind und Regen und kann überwinternden Faltern das Überleben sichern.

Spinnen

Winkelspinne. Foto: Daniel Fleischmann

Spinnen haben bei den Menschen ein schlechtes Image – völlig zu Unrecht. Sie sind nützliche Helfer in der Natur, denn sie fangen in grossen Mengen andere, uns häufig lästig werdende Insekten. Um sie im Lebensturm zu fördern reicht es, die Netze heil zu lassen und ihre Gelege (Kokons) zu schonen.

Vögel

Rotkehlchen. Foto: NABU, Mathias Schäf

Die Vogelwelt präsentiert sich in den buntesten Farben. Generell benötigen alle Vögel Insekten und Würmer, denn die Nestlinge bekommen tierische Kost, um zu kräftigen Vögeln heranzuwachsen. Gegen Schädlinge wie Apfelwickler und Kirschfruchtfliege ist ein Vogelnistkasten in der Nähe des Obstbaumes ein wirkungsvoller Pflanzenschutz.

Wildbienen

Holzbiene. Foto: Uwe Messer

Viele Obstbäume würden ohne die kältetoleranten Wildbienen keine Früchte tragen. Im Gegensatz zu den wärmebedürftigeren Honigbienen gehen sie schon ab 10°C auf Nektarsuche. Wildbienen leben einzeln und bilden keine Staaten, weshalb sie sich in Niströhren wie hohlen Pflanzenstängeln oder angebohrten Hölzern sehr wohl fühlen. In Baden-Württemberg leben etwa 460 verschiedene Wildbienenarten.

Pflege des jüdischen Friedhofes

Der Jüdische Friedhof gehört zu den kulturhistorischen Denkmälern von Gailingen; seine Entstehung datiert aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Auf Bitte der Gemeinde hat sich die Gailinger BUND-Gruppe 1994 zur Pflege des Friedhofs bereit erklärt. Sie ist bis heute auf diesem besonders wertvollen Orchideenstandort aktiv. Wenn sie uns dabei helfen wollen, melden Sie sich bitte bei Roman Döppler, der die Pflegearbeiten koordiniert.

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